Ein Fußball-Märchen oder Gefühlte 1001 Nächte

An einem schwül-warmen Sommerabend im Jahr 2010 in der Stadt fing alles an. Vielleicht lag es am Wein oder es war doch die Uncle Bens Sauce, die beiden Frauen können es nicht mit Sicherheit sagen. Schon auf dem Weg zu Lexy & K-Paul schien der Abend perfekt zu werden. Doch erst als die „Ponyboys“ endlich da waren, konnte der Spaß so richtig beginnen! Nicht mal mit dem ganzen „Trash“ der so gar nicht „like us“ war, konnte man ihre Stimmung vermiesen. Riesinnen und Zwerge – nichts davon störte. Und die Adilette im Trainingsanzug löste nur noch mehr Amüsement aus! „Girls get it first“, so waren sie sich sicher, konnte auch nicht der Grund sein. – Es war einfach „Zauberei“.

Nach wenigen Stunden Schlaf, begannen die Frauen den heißesten Tag mit Kaffee und Erdbeermarmelade. Doch schon kurz danach war es Zeit für die nächste Station: ein Ort mit kühlen Getränken und einem unglaublichen Fußball 4:0! Sie konnten nur noch denken: „Das ist Magie!“ Als sie fast am Ziel für ihre nächste Mission Possible waren, geschah das nächste Wunder! Wie ein Omen saß sie da in ihrem schwarzen Gewand: die Hexe, höchstpersönlich! Die drei Frauen waren außer sich vor Freude und man begrüßte sich mit Lachen und Quietschen! Keine von den Dreien konnte diesen Zufall fassen! Nach einem kurzen Plausch verabschiedeten sich die beiden Frauen, denn es war Zeit für sprudelige Trauben.

Das nächste Ziel war die Fanmeile schlechthin. Doch schon auf halben Weg durchfuhr die eine Frau ein Zittern: der Gnom ist in der Stadt! Der Gnom ist ein kleiner fieser Kerl, tückisch und hinterhältig. Die andere Frau bemerkte ihn viel zu spät. Der Schock saß tief. Doch sie hatten Glück, er schien so abgelenkt von den Kräuterweibern mit denen er unterwegs war, dass er sie gar nicht bemerkte. Nach einigen Minuten verstanden die Frauen, was das Schicksal ihnen sagen wollte! Es ist allgemein bekannt, dass die Hexe den kleinen Gnom schon lange sucht. Und so lag es auf der Hand: Sie mussten die Hexe informieren. Wie der Wind so schnell rannten sie zurück und hofften, die Hexe am Brunnen noch anzutreffen. Wieder schien es der Zufall gut mit ihnen zu meinen. Leider nicht ganz. Die Hexe war noch da, doch der Gnom ist offenbar bereits in sein Loch verschwunden.

Einige Stunden später war der Gnom bereits wieder vergessen und sie quetschten sich zwischen all den anderen Fans durch die Straße. Sie trafen Rollmöpse und Sheriff-Sonnenbrillen, Presswürste und Schnapsnasen. Nach einer kurzen Rast in einer Kellertoilette beschlossen sie, die Hasen zu besuchen.

Im Hasenstall war die Stimmung gut. Es gab reichlich Erdbeeren und Wildkirschen. Doch damit nicht genug. Die beiden Frauen trafen die Wunsch-Mama! Die Wunsch-Mama setzt sich für ihre Schützlinge ein – so auch an diesem Tag: „Du hast die Mädels verarscht, jetzt zahlst die nächste Runde!“. Man bekam von ihr die besten Lebensweisheiten: „Du musst einfach leben. Scheiß auf alle.“ und man konnte ihr nicht widersprechen, wenn sie sagte: „Geh auf die Knie, jetzt gibt’s Zimt!“ Mit der Wunsch-Mama konnte man Pferdestehlen. Theoretisch. Ihr Spezialgebiet sind eher T-Shirts von ihren Gästen und das an den Marterpfahl ketten von Passanten. So ist sie eben. Im Laufe des Tages kehrten die Frauen immer wieder zurück zum Hasenstall, man konnte nicht genug bekommen von der Wunschmama und den 40% Früchten.

Zwischenzeitlich besuchten die Frauen noch andere alte Freunde. Man prostete sich hier mit Cranberries zu und unterhielt sich angeregt über das 4:0. Doch lange hielten es die Frauen nirgends aus. Selbst eine Bombe konnte sie nicht lange aufhalten. Die Magie ging auch noch in den frühen Morgenstunden weiter. Es stand ein Besuch bei der Jigsaw Puppet an. Man kennt ihn nicht anders als mit Mini-Kreissäge an einem Stromkabel. Es war spaßig dies zu beobachten, während die Frauen Chili-Cheese-Pommes naschten.

Die letzte Station war das kleine Boot. Schon lange waren sie hier nicht mehr zu Besuch. Es war noch alles beim Alten, wie man es kennt und mochte! Der kleine Elf war zum Glück am Eingang, so dass die Frauen ihren Lieblings-Bootbewohner nicht verfehlten. Natürlich gab es auch Bewohner, die ihnen nicht so positiv gesinnt waren. Man begrüßte sie mit: „Ihr hört euch aber durchgefeiert an!“. Nun, das kommt sicherlich von all der Singerei zu Ehren des 4:0.

Auf ihrer Wanderung durch Tag und Nacht, stellten die Frauen erst auf dem Weg nach Hause fest, dass ihre Füße bereits zu Klumpen verformt, ihre Stimmen zu Whiskey und die Arme zu Blei wurden. Der Weg war mühsam und jede Faser ihrer Körper schien über diese magischen Tage und Nächte zu schimpfen. Die beiden Frauen waren sich einig: Es hat sich jede Minute gelohnt! Die letzten Augenblicke ehrten sie mit Musik aus den Handylautsprechern. Ein Wanderer grüßte beim Vorbeigehen und wünschte viel Spaß mit der Disko.

Dies ist die Geschichte von zwei Freundinnen, die, wie durch Zauberei, zu den Frauen mit der Disko wurden!

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