Adlerstein

Riesenrunde von Muggendorf klingt anspruchsvoll! Unsere dritte Tour misst 16,3 km. Das Wetter ist perfekt: sonnig, 20 Grad, kein Regen.

In Muggendorf parken wir in der Nähe verschiedener Gaststätten, nahe dem Ortskern.

Der erste Weg, den wir gehen, nennt der Wanderführer „Höhenweg“. Nichtsahnend stehen wir vor einer Straße, die steil nach oben führt. Wir scherzen darüber, denn oben angekommen sind wir definitiv aufgewärmt. Wir passieren eine Kreuzung, bei der man einen Abstecher zu einer Höhle machen kann. Diesen lassen wir aus und folgen weiter dem gelben Ring. Unterwegs treffen wir auf eine Straße, deren Mittellinie alles andere als gerade ist. Zickzack-Linie soweit das Auge reicht. War der Fahrer bei der Straßenmarkierung etwas betrunken?

Die nächste Station heißt „Kuchenmühle“. Auf diesen Ort freue ich mich schon, denn ich bin ein bekennender Kuchen-Genießer. Am liebsten täglich. Die Kuchemühle liegt verschlafen im Tal, umgeben von Wiesen und bewaldeten Hügeln. Ein Mühlrad, angetrieben von der Aufsess, ist ein Gasthof. Als wir hier vorbeikamen, waren viele Plätze besetzt und so gingen wir weiter.

Erst hier entdecken wir: der Handyempfang ist weg. Wie schön! Ungestört können wir nun unseren Weg gen Wald fortsetzen. Nach einiger Zeit hören wir Wasserrauschen und halten Ausschau. Zwischen den Büschen können wir auch schon Wasser entdecken. Auf unserem Weg begegnen uns Familien und sogar große Gruppen! So belebt war unsere letzte Tour nicht. Wir spazieren vor uns hin über Wurzelwerk und Steinchen. Nach einiger Zeit bemerke ich, dass unser Wanderzeichen nicht mehr zu sehen ist. – Wir haben uns verlaufen! Kurzerhand drehen wir um und gehen, bis wir es wieder finden. Der Wanderführer liefert den Hinweis, dass wir die Wiesent über eine wackelige Brücke überqueren und uns auf Treppen gefasst machen sollen.

Vor uns geht nun eine große Gruppe Wanderer, die gemütlich und sich laut unterhaltend vor uns her gehen. Bei der ersten Gelgenheit überholen wir sie. Mit einem Blick über die Schulter entdecken wir, dass sich die Gruppe in die gleiche Gruppe wie wir bewegt: zur Riesenburg.

Die Stufen sind schmal, ein Überholen auf den Stufen wäre aussichtslos. Im zügigen Schritt gehen wir die Treppe hinaus und bewundern mit kurzem Atem das eindrucksvolle Felsengebilde der Riesenburg. Im Wanderführer lernen wir, dass Franz Erwein von Schönborn die Riesenburg von der Gemeine im Jahr 1828 käuflich erwarb. Ihm gefiel offenbar die romantischen Bögen und bepflanzte diese. Er ist verantwortlich für den Weg und Treppen, die dorthin führen. Einst waren die Bogen eine Höhle. Die Wiesent grub sich im Laufe der Zeit ihr Bett tiefer, bis die Decke der Höhle einstürzte und so das Gebilde übrig blieb.

Nach einer kurzen Rast, setzen wir unseren Weg fort zum Adlerstein. Eine enge, steile Metalltreppe führt hinauf. Oben angekommen werden wir mit einem wunderschönen Blick über das Tal belohnt! Wir verweilen eine Weile und kommen mit einem älteren Paar ins Gespräch, die wir zum wiederholten Male treffen. Wir tauschen uns über die Naturschauspiele aus und die Tücken, die ein neuer Wanderführer mit sich bringt. Ich respektiere die beiden, denn sie sind nicht mehr gut zu Fuß und quälen sich beim Anstieg. Trotzdem gehen sie den Weg und genießen die Natur!

Am Quakenschloss treffen wir die beiden ein letztes Mal. Diese Station ist ein Höhlenrest. Wir entscheiden, den Felsen nicht zu besteigen, da der Aufstieg nicht sicher scheint. Nun sind wir schon fast wieder am Ende unserer Wanderung. Schön war es! Romantisch, abenteuerlich und eine Wiederholung wert!

 


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