Wander-Quickie Hetzleser Berg

Heute ist Montag. Die meisten Menschen arbeiten an so einem Tag. Voller Terminkalender, Dauerklingeln des Telefons im Ohr – wir haben Glück, denn wir haben heute frei.

Das Wetter kann man endlich sommerlich nennen und so bestimmen bei einem ausgedehnten Frühstück, welchen Weg wir heut gehen. Der Hetzleser Berg soll bestiegen werden. Der Ausdruck „besteigen“ ist nicht ganz treffend, da Bergsteiger eine Höhe von 530 Meter womöglich als Hügel bezeichnet wird. Im Vergleich zu unseren bisherigen Wegen, ist für uns der Anstieg schon eher „Berg“. Wir hatten uns den Aufstieg einfacher vorstellt. Zumal die Gesamtstrecke gerade einmal 8 km misst. Gefühlt gingen 5km einfach nur nach oben.

Oben angekommen, werden wir belohnt von einer kühlen Briese und der Stille des Waldes. Wir sind noch außer Atem und können die Umgebung darum noch nicht komplett erfassen. Unser Weg führt uns auf eine Wiese. Fast wäre ich auf den bräunlichen Klumpen getretetn: eine Erdkröte sonnt sich am Wegesrand. Völlig unbeeindruckt von uns zwei Wanderern bleibt sie ruhig sitzen und schließt die Augen.Kröte am Wegesrand Hetzleser BergWir gehen weiter und der Weg führt uns durch kleinere Waldstücke im Wechsel mit Wiesen und Feld. Als wir, laut Wanderführer, bereits am Ende der Strecke gleich wieder bergab gehen, nehmen wir einen Geruch wahr. Bärlauch, so weit das Auge reicht. Der ganze Waldboden ist bedeckt mit den duftenden Blättern. Wir sind ganz fasziniert davon, denn in dieser Menge Ende Juni haben wir noch nie Bärlauch gesehen. Im Wanderführer wird zwar erwähnt, dass man hier Bärlauch findet, jedoch im Mai. Da wir uns im Naturschutzgebiet befinden, ist das Pflücken verboten. Wir entscheiden uns zu einer Rast und genießen unsere Wassermelone, die etwas seltsam schmeckt mit Bärlauch-Aroma in der Nase.

Der Abstieg ist der gleiche Weg wie der Aufstieg. Erst jetzt bemerken wir, wie verwurzelt der Boden ist. Wir nehmen das laute Summen der Bienen in den Beerensträuchern wahr und entdecken einen Baumstamm mit Ameisen nach dem anderen.

Als kurzweilig wurde die Tour im Buch beschrieben. Für uns war sie viel zu kurz. Trotzdem gab es viel zu entdecken und wir finden, der Hetzleser Berg ist einen Besuch wert.

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