Ausgestochen – ein Picknick mit Folgen

Seit Tagen freue ich mich auf unsere nächste Tour. Ich habe auch schon bei den Einkäufen Proviant taugliche Lebensmittel besorgt. Das Wetter soll okay werden. Gewitter, aber nicht zu heiß. Die Schuhe sind geputzt, die Regenjacke ist bereit.

Am Mittwoch entscheide ich mich spontan mit einer Freundin den Abend am See zu verbringen. Wir packen eine Decke und ein kleines Abendbrot mit einer Flasche spanischen Wein ein. Es gibt einen Lieblingsplatz, von dem aus man Möwen beobachten kann. Seit der Wöhrder See aufgewertet wird, kann man hier stetige Veränderungen beobachten.

Picknick am Wöhrder SeeWir haben die Wiese für uns allein – ist ja auch mal schön. Nach einer halben Stunde spüre ich Stiche an den Beinen und Fußgelenken. Das ist der Beginn einer Mückenjagd. Im fast gleichmäßigen Takt klatsche ich Mücken in den Händen zusammen und streiche sie mir von den Beinen. Einige erwischen mich trotzdem: 3 Stiche am rechten Fußgelenk und 2 Stiche auf dem linken Fußrücken.

Am nächsten Tag beginnt das bekannte Jucken an den Stichstellen. Gegen Abend merke ich, wie meine Füße anschwellen. Es ist ein heißer Tag und darum schenke ich dem ganzen keine weitere Beachtung. Beim Gehen sticht es im rechten Fußgelenk. Ich frage mich, wo ich nun schon wieder hängen geblieben bin und rolle über mich selbst die Augen. In letzter Zeit sammle ich blaue Flecken…

Freitagmorgen frage ich mich: Ist meine Hose eingegangen an den Beinen? Komisch, an der Hüfte sitzt sie ganz normal. Oder ist die Hose von Anfang an etwas enger am Unterschenkel gewesen? Der Weg zur Arbeit ist etwas beschwerlicher als sonst, denn der rechte Fuß schmerzt mehr als am Vortag. Der Arbeitstag verläuft, wie jeder Arbeitstag, es ist sogar etwas ruhig, so dass ich ohne Hektik arbeiten kann. Gegen Abend stehe ich auf um etwas aus dem Drucker zu holen – #AUTSCH*#!

Ein stechender Schmerz durchfährt meinen Fuß. Humpelnd erledige ich die restlichen Aufgaben des Tages und wundere mich doch sehr. Jetzt entdecke ich auch, dass meine beiden Füße geschwollen sind! Auch der linke.

Zu Hause angekommen, streife ich meine Schuhe aus und versorge die Schwellung mit Kühlpads. Offenbar sind die Schwellungen nur bei den Stichen! Nach einer kurzen Recherche im Internet erfahre ich, dass man Schwellungen von Insektenstichen kühlen soll und es davon besser wird. Andernfalls ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Vor dem Schlafengehen nehme ich noch ein Antihistaminika um den Juckreiz nicht mehr zu spüren. Ich denke: Morgen ist das besser. Nach der Arbeit kühle ich noch etwas und dann kann der Sonntags-Wanderung nichts mehr im Wege stehen.

Samstagmorgen, ich wache auf und denke schon gar nicht mehr an meine Füße. Motiviert will ich aufstehen und plumpse wieder zurück auf die Bettkante #!AUGHH*%! Der Fuß ist noch genauso dick wie am Vorabend und der Schmerz ist keine Spur besser. Leicht verägert über diese Situation suche ich mir die Öffnungszeiten der Bereitschaftspraxis heraus. Dank der zuverlässigen Taxifahrer, stehe ich kurz vor 8 Uhr vor der Praxistür.

Diagnose: Entzündung durch Insektenbisse.

Aha. DieKühlender Verband Ärztin erklärt, dass ich zwar heute die erste Patientin bin, aber sicher nicht die letzte. Am vergangenen Wochenende hatte jeder Zweite die gleichen Beschwerden. Behandelt werde ich mit einem kühlenden Verband und Antihistaminika. Wenn es nicht besser wird, kann man noch zu Antibiotika übergehen. Dankend lehne ich ab, denn ich entscheide, dass ich in 3 Tagen wieder fit bin. Ihr findet, ich sei da etwas zu zuversichtlich? Nein, ich denke, mein Körper soll sich jetzt mal nicht so anstellen. Ich habe bald Urlaub und noch einiges zu tun vorher! Davon abgesehen habe ich gar keine Lust den ganzen Tag wegen so winziger Lebewesen zuhause zu sitzen und mich zu langweilen. Immerhin verbringe ich den heutigen Tag schon zuhause, das ist ausreichend.

Hat jemand einen Tipp, was ich heute, an einem tollen Sommertag, zuhause tun könnte? Lesen? Schreiben? Fernsehen? Vielleicht häkle ich etwas…

 

Picknick:

  • Tiroler Nussbrot vom Bäcker meines Vertrauens
  • selbstgemachtes Basilikumpesto (Frischer Basilikum, Parmigiano Reggiano, Schnittkäse aus Ziegenmilch, Pinienkerne, Knoblauch, Limettensaft, Olivenöl)
  • Rotwein Barrica 2012 Ribera del duero, Winzer Marín Berdugo, Weinhändler  Kiki Kaschube http://www.winekiki.com

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