Eine Reise ins Paradies – Costa Rei

Bisschen staubig hier… nix los auf dem Blog. Ich war viel unterwegs und habe euch, liebe Leser, völlig vernachlässigt. Als Entschädigung dafür und gegen das graue Wetter, gibt es heute die lang versprochenen Fotos von Sardinien. Tut mir gut, der Blick auf die strahlenden Bilder, lässt glatt die Seele baumeln vor dem inneren Auge. Ich hoffe, es geht euch ähnlich.

Wusstet ihr, dass Sardinien als Europas Karibik bezeichnet wird? Ich finde: zu recht. Sandstrände weiß und fein, türkisblaues Meer – Badebuchten, die wenig besucht werden. So war unser letzter Sommerurlaub zu zweit letztes Jahr. Im Scherz haben wir gesagt: Vorgezogene Flitterwochen, denn schon wenige Wochen später, stand ich und mein Lieblingsbegleiter beim Wandern, Reisen und im Leben, vor einem Standesamtbeamten.

Sardinien ist eine Insel, die man am schnellsten mit einem Lufthansa-Flug erreicht. Drei Verkehrsflughäfen gibt es:

  • im Norden: in der Stadt Olbia, auf der östlichen Seite
  • in Alghero , auf der westlichen Seite
  • im Süden: in der Hauptstadt Cagliari.

Auf der Karte sieht die Insel erst einmal nicht besonders groß aus, obwohl es die zweitgrößte Insel des Mittelmeers ist. Wir dachten uns: Mit dem Auto fahren wir die gesamte Insel ab! 270km in der Länge und gerade einmal 145km in der Breite, das ist wirklich nicht viel. Darum war die Entscheidung für einen Mietwagen goldrichtig! Unsere Mission: Die Insel kreuz und quer besichtigen!

Als Ferienort haben wir uns für die Costa Rei entschieden. Es soll ein beliebter Ort für Familien sein. Feiner, weißer Sand und klares Meerwasser. Kurzum buchten wir ein Ferienhäuschen. Der nächste Flughafen ist in Cagliari, 50km von unserem Ferienhaus entfernt.

wanderanna Frankfurter FlughafenAm Tag der Abreise sind wir viel zu früh am Frankfurter Flughafen. Wir rechneten mit Stau, da es in unserer Gegend eine Baustelle gibt, in der bisher verlässlich Auto und LKW aneinandergereiht still stehen oder nur zäh voran kommen. Doch dieses Mal war die Straße frei. So verbringen wir gute 2 Stunden im Duty-free-Bereich und fieberten der Abflugzeit entgegen.

Als es dann soweit ist, wird unsere Geduld, besser gesagt, meine Geduld, auf die Probe gestellt. Eine freundliche Stimme teilt uns via Lautsprecher mit, dass unser Flugzeug noch nicht startklar sei. Das Personal sei noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Es vergingen 15 Minuten, 30 Minuten, 45 Minuten – endlich: der Aufruf, dass wir nun das Flugzeug besteigen können. Wir haben es uns gerade auf unseren Plätzen bequem gemacht, vorbildlich angeschnallt und noch fröhlich mit anderen Passagieren gescherzt, als der Pilot mitteilte: „…bitte um Verständnis…“ Aha, jetzt ist auch noch nur eine Flugbahn frei und wir erhalten demnächst einen Startfenster. So warteten wir und warteten. Mittlerweile bekommen wir schon das zweite Getränk angeboten. Irgendwann unterhielt sich kaum noch jemand im Flugzeug, jeder hofft, dass es endlich los geht.

Nach knapp 2 Stunden erreichen wir den Flughafen von Cagliari. Alle verlassen in Freude und Hast das Flugzeug, steuern die Gepäckausgabe an und zerstreuen sich in alle Richtungen. Einige Mitfliegenden treffen wir bei der Autovermietung wieder.

Trotz Verspätung unseres Fluges, kommen wir noch rechtzeitig im Feriendorf an und erhalten den Schlüssel. Als wir das Auto abgestellt und das Gepäck ins Haus gebracht haben, lassen wir alles andere stehen und liegen und machen einen kleinen Spaziergang zum Strand. Die Sonne ist gerade dabei den Himmel in ein Abendrot zu tauchen, als wir ankommen.

Costa Rei Ankunft wanderanna

Die kommenden Tage verbringen wir abwechselnd an der Costa Rei oder machen uns auf zu neuen Ufern! Was wir völlig unterschätzen: 270 km sind auf einer deutschen Autobahn ein Klacks! Auf Sardinien muss man für diese Strecke sehr viel mehr Zeit einplanen. Es gibt nur wenig Autobahnen. Die Geschwindigkeit ist begrenzter als bei und die Straßen sind kurvenreich.

Wenn man die Landstraßen wählt, bietet sich dafür stets ein toller Blick. Täler, Hügel, Weiden und Wald, immer das Meer im Blick.

Costa Rei Straße wanderanna

Mit dem Wetter haben wir durchweg Glück. Es ist angenehme 20 bis 25 Grad, manchmal etwas windig. Die Sonne lacht jeden Tag vom Himmel und reißt die Wolkendecken auf. Nur am letzten Tag ist das Meer etwas stürmisch an der Costa Rei. Ansonsten herrlich ruhig.

Rund um unser Ferienhäuschen sind wir immer wieder spaziert und haben die Gegend erkundet. Dabei haben wir so manches kurioses entdeckt. Briefkästen an einer Straße, weit und breit kein Haus zu sehen. Ein Stück Mauer mit einem großen Tor, das nichts abgrenzt und Schilder, die zu keinem Ziel führen.

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Unser Strandabschnitt war so wenig besucht, dass wir an manchen Tag fast einen Privat-Strand hatten. Und das trotz Pfingstferien in Deutschland.

Sardinien werden wir sicher wieder besuchen, allerdings nicht zu zweit sondern zu dritt.

 

2 Kommentare zu „Eine Reise ins Paradies – Costa Rei

  1. Es ist schon spät, ich liege bereits im Bett und habe mir gerade deinen Bericht über Sardinien durch gelesen.

    Ich muss sagen sehr schön geschrieben – hat mir Spaß gemacht den Text zu lesen und wirklich wunderschöne Bilder!

    Liebe Grüße

    Nina 🙂

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